Handwerk


musical picture book for guitar and accordion
illustrations by Harald Klemm
Nr. 1) Allegro moderato; finster (mp3 excerpt)
Nr. 2) Molto adagio; nicht eilen (mp3 excerpt)
Nr. 3) (ohne Vortragsangabe); bewegt, aber nicht eilen (mp3 excerpt)
(-) First performance: 1998, Kunstschacht Katernberg Essen, Germany; Anja Steinrücken (acc), Dominik Spitzer (git)
(-) In 2004 filmmaker Theo Lipfert used excerpts from Handwerk for the sound track of his short documentary A Hand Up.
Program notes
In Handwerk verhalten sich Bild und Musik noch abstrakter zueinander. Der Komponist beschäftigt sich in diesem Werk mit der Frage, in welcher Weise Musik ein visuelles Image beeinflussen oder gar subjektiv verändern kann. Die drei Sätze des Stückes sind als eine Überlagerung von Musik über ein Bild konzipiert (im Unterschied zur musikalischen Untermalung eines Bildes). Jeder Satz enthält die gleichen drei musikalisch unterschiedlichen Texturen, deren formale Ausdehnung aber in jedem Satz anders ist. Der optische Eindruck eines Bildes kann sich somit verändern, je nachdem, welche Musik gerade gespielt wird.
Der Illustrator Harald Klemm hat als Objekt für alle drei Bilder eine Hand gewählt. Diese Bilderserie beschäftigt sich mit dem Unterschied in der visuellen Wahrnehmung von Kindern gegenüber Erwachsenen. "Der Zeichnung", sagt Klemm, "die ein sechsjähriges Mädchen von ihrer eigenen Hand angefertigt hat, ist eine Fotografie der gleichen Hand gegenübergestellt. Für das Kind repräsentiert die Zeichnung ebenso wie die Fotografie die Realität vollständig. Wohingegen für einen Erwachsenen zunächst nur die Fotografie den Anspruch hat, die Wirklichkeit abzubilden. Im dritten Bild werden Zeichnung und Fotografie ineinander montiert, ergeben dadurch allerdings nicht notwendig eine weitere Ansicht der Wirklichkeit.".
(Christoph Neidhöfer, 1998)
Reviews & press
Stefan Hakenbergs Komposition „Handwerk - Musikalisches Bilderbuch“ für Gitarre und Akkordeon gab Christiane Lüder und Olaf Van Gonnissen Gelegenheit, die unterschiedlichen Charaktere ihrer Instrumente kontrastierend und spannend gegeneinander auszuspielen.
(Klaus Trapp, Darmstädter Echo, 2011)
